Oft genug versichere ich, wie lieb ich Köln habe. Das muss ich mir nicht mal überall auf die Wäsche schreiben. Ein besonderer Grund dafür ist auch die Lit.Cologne, das jährliche Literaturfestival, das dieses Jahr schon in die 13. Runde geht.
Besonders gefreut habe ich mich dieses Jahr auf Dave Eggers. Obwohl ich als einziges Buch seinen Debutroman Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität gelesen habe, seine anderen Bücher stehen oben auf meiner Leseliste.
Als Leser für die deutsche Übersetzung war Daniel Brühl angekündigt. Als wir aber in den wunderschönen Balloni-Hallen in Ehrenfeld ankamen, stand da Wotan Wilke Möhring. Yey! Gut so. Und nach ganz kurzer Einlesephase hat er ganz wunderbar gelesen.
Dave Eggers war nicht nur das erste Mal in Deutschland, er hatte auch noch Geburtstag. Ich habe ihn vorher noch nie gesehen, aber hallo! Ein intelligenter Mann, der neben seinen Büchern auch noch einen eigenen Verlag gegründet hat (McSweeney’s), in San Francisco wohnt, mit wunderbarem Akzent spricht und sehr charmant auf alle Fragen antwortet. Miriam mag Dave.
Überhaupt: Was für ein wunderbarer Verlag McSweeney’s ist! Ihr müsst euch das mal ansehen. Neben großartigen Büchern veröffentlichen die auch Timothy McSweeney’s Internet Tendencys, einen Blog mit täglich einem interessanten Artikel, und das so schöne Quaterly Concern, ein vierteljährliches Literaturmagazin, das immer anders designed und aufgebaut ist.
Dave Eggers neues Buch heißt Ein Hologramm für den König. Ist schon bestellt.
Ach ja, am Ende ist er mir dann doch noch suspekt geworden. Er lebt nämlich ohne Internet, behauptet er. Er habe schon lange nur auf öffentliche WLANs zugegriffen, um E-Mails abzurufen, und selbst das habe er jetzt aufgegeben. Es ziehe ihn zu sehr an und lenke ihn nur ab, sagt er. Vielleicht sollte ihm mal jemand erzählen, dass man E-Mail-Benachrichtigungen auch ausschalten kann.
Egal, Miriam mag Dave.
Köln ist toll. Nicht schön, ok, das gebe ich zu, aber toll. Wer gerne auf Konzerte geht, kann sich kaum eine bessere Stadt aussuchen.
Besonders kleine Bands kommen neben Berlin fast immer auch nach Köln, erst danach folgen Hamburg und vielleicht noch München. Wahrscheinlich liegt das einerseits daran, dass unsere Veranstalter und Booker noch viele gute Kontakte von der Popkomm damals haben. Andererseits haben wir auch viele wirklich gute Veranstaltungsorte – besonders die kleinen.
Da ich selbst immer wieder nach den Kapazitäten der einzelnen Konzerthallen suche, mache ich es mir und jedem, der es braucht, mal einfach und schreibe eine Liste. Jawoll, eine Liste.
Ich habe ein bisschen recherchiert und das hier zusammengetragen. Bei manchen Orten bin ich mir nicht sicher, ob die nicht ein bisschen geschummelt haben, denn auf mich wirken sie teilweise doch kleiner. Naja, wenn ich etwas wichtiges vergessen habe oder ganz schlimm daneben liege, bitte melden.
Rheinenergie Stadion: 50.000
Lanxess Arena: 20.000
Tanzbrunnen: 12.500
Palladium: 4.000
E-Werk: 2.000
Essigfabrik: 1500
Live Music Hall: 1300
Kantine: 1000
Alter Wartesaal: 1000
Gloria: 800
Gebäude 9: 600
Club Bahnhof Ehrenfeld: 500
Luxor: 500
Bürgerhaus Stollwerk: 500
Underground: 450
Stadtgarten: 400
Studio 672: 300
MTC: 300
Tsunami Club: 200
Blue Shell: 200
Sonic Ballroom: 150
Werkstatt – nix gefunden
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